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  Der einzigste Unterschied zwischen einem 4:3 und einem 16:9 TV-Gerät besteht darin, dass das Seitenverhältnis der Röhre in der Höhe zur Breite unterschiedlich ist. Die Videosignal Übertragungstechnik basiert in beiden Fällen bei PAL auf 576 sichtbaren (625 total) Bildzeilen. Bei NTSC sind dieses nur 480 sichtbare (525 total) Bildzeilen.

Beide TV Typen verfügen aber durch den Einzug der Digitaltechnik über diverse Zoom Funktionen um die schwarzen Balken zu verkleinern bzw. komplett zu eleminieren. Dieses hat aber den Preis, das entweder das Bild an bis zu allen vier Ecken beschnitten wird, oder das es nicht Proportional gezoomt wird. Aber egal welchen Zoom man auch verwendet, entweder es werden Bildanteile abgeschnitten oder es wird nicht Proportional gezommt.

Beispiel: Bei der Darstellung eines 4:3 Bildes auf einem 16:9 TV Geät entstehen normalerweise links und rechts schwarze Füllbalken. Um diese zu entfernen, könnte man das Bild in der Breite entsprechend skalieren, was aber zu breiteren Gesichtern führt, weil ja die Höhe nicht entsprechend mit skaliert wird. Würde das Bild auch in der Höhe Proportional skaliert werden, würden Bildanteile oben und unten wegfallen. So verwenden viele TV Geräte einen Kompromis, indem man den mittleren Teil des Bild gar nicht oder nur sehr wenig skaliert und zu den äusseren Bereichen mehr skaliert. In diesem Fall geht man davon aus, das die wesentliche Handlung in der Mitte des Bildes stattfindet und die stärkte Skalierung des Bildes in den Ausbereichen nicht so stark auffällt.

4:3 TV Gerät

  Bildformate - 4:3 Bild Das 4:3 TV Gerät dürfte wohl noch immer das am häufigsten anzutreffende Gerät sein. Das Seitenverhältnis Breite zu Höhe entspricht 1.33:1 (Teilung 4 durch 3) und ist damit sehr weit von den Kinotypischen Seitenverhältnissen wie z.B. Cinemascope mit 2.35:1 entfernt. Dem entsprechend müssen mehr oder weniger breite schwarzen Balken als Füllmaterial eingefügt werden um solch einen Kinofilm in seiner ganzen Breite sehen zu können.
Das nebenstehende Bild zeigt, wie die beide Bildformate (4:3 in Rot) und (16:9 in Grün) auf einem 4:3 Bildschirm dargestellt werden. Hier noch einmal der Hinweis, dass das Bild bei PAL 576 sichtbare Bildzeilen enthält.

  Um auf einem 4:3 Bildschirm einen Bildausschnitt im Format eines 16:9 (1.78:1) Bildes darstellen zu können (siehe dazu die grüne Darstellung) muss das 16:9 Bild "verkleinert" dargestellt werden um es in der ganzen Breite zu zeigen. Dieses muss deswegen durchgeführt werden, weil das Seitenverhältnis Breite zu Höhe bei beiden Formaten unterschiedlich ist. Durch die "Verkleinerung" des 16:9 Bildausschnitts auf nunmehr 432 Bildzeilen, müssen oben und unten jeweils 72 Bildzeilen in schwarz eingefügt werden damit dieses auf einem 4:3 Bildschirm korrekt dargestellt werden kann.

Bildformate - 4:3 Beispiele Nebenstehendes Bild zeigt als Beispiel wie ein 4:3 (1.33) Vollbild auf einem 4:3 Bildschirm Formatfüllend (linkes Bild) dargestellt wird.
Viele 16:9 Fernseher besitzen viele unterschiedliche Zoom Varianten und bei der hier verwendeten Variante (mittleres Bild) streckt ein Proportionaler Zoom das 4:3 Vollbild Bild, sodas hier ein ebenfalls eine Formatfüllende Wiedergabe erreicht wird. Allerdings stimmen hier die Proportionen Breite zu Höhe nicht mehr.
Korrekt von den Proportionen her wird das 4:3 (1.33:1) Bild auf dem 16:9 Bildschirm nur dann dargestellt, wenn links und rechts schwarze Füllbalken sichtbar sind (rechtes Bild). Dieses sieht dann zwar nicht mehr schön aus, aber nur in dieser Darstellung stimmt das Verhältnis Breite zu Höhe. Vergleicht man ein 4:3 Bild auf einem 16:9 Fernseher mit dem Bild auf einem 4:3 Fernseher, ist dieses deutlich kleiner.


16:9 TV Gerät

  Bildformate - 16:9 Bild

Ein 16:9 TV Gerät erfreut sich immer grösserer Beliebtheit bei dem Filmfreunden, weil es mit seinem Seitenverhältnis von 1.78:1 doch dem Kinoformat schon deutlich näher als ein 4:3 TV Gerät kommt. Aber auch ein Kino Cinemascope Bild im Seitenverhältnis von 2.35:1 kann natürlich nicht ohne schwarze Balken auf einer 16:9 Bildröhre, welche ja ein Seitenverhältnis von 1.78:1 hat, dargestellt werden. Um die Balken komplett zu elimieren, müsste der Fernseher ein Format von 21:9 aufweisen.
Das nebenstehende Bild zeigt wie beide Bildformate (4:3 in Rot) und (16:9 in Grün) auf einem 16:9 Bildschirm dargestellt werden. Hier noch einmal der Hinweis, dass das Bild bei PAL 576 sichtbare Bildzeilen enthält.


  Formatfüllend auf einem 16:9 Bildschirm kann entweder ein 4:3 Letterbox Bild dargestellt werden, bei dem die jeweils 72 Zeilen umfassenden schwarzen Füllbalken oben und unten entfernt werden und die verbleiben 432 Bildzeilen mittels Zoom dargestellt werden, oder es ist ein anamorphes (verzerrtes) Bild, welches im Format 1.78:1 alle 576 sichtbaren Bildzeilen enthält.
Da die 4:3 und 16:9 Bilder auf der gleichen Anzahl von 576 sichtbaren Bildzeilen beruhen und sich nur im Grund Seitenverhältnis unterscheiden, wird nur ein anamorphes 16:9 (1.78:1) Vollbild Formatfüllend und von der Perspektive her korrekt auf dem 16:9 Bildschirm erscheinen. Da ein 4:3 (1.33:1) Vollbild in der Breite zu klein für eine 1.78:1 Bildröhre ist, entstehen dadurch links und rechts schwarze Füllbalken (siehe Beispiel im Bild mit der roten Umrandung).
Nur ein 4:3 (1.33:1) Letterbox Bild, welches einen sichtbaren Bildausschnitt von mindestens 1.78:1 hat, könnte durch entfernen der schwarzen Füllbalken oben und unten und durch Zoom Funktionen Formatfüllend und perspektivisch korrekt auf einem 16:9 TV Gerät dargestellt werden.

Bildformate - 16:9 Beispiele Das Beispiel zeigt wie auf einem 16:9 Bildschirm (linkes Bild) ein Formatfüllendes anamorphes 1.78:1 Bild dargestellt wird.
Wird dieses anamorphe 1.78:1 Bild ohne Zusätze auf einem 4:3 Bildschirm (mittleres Bild) dargestellt, dann erscheint es in der Höhe gestreckt und in der Breite gestaucht. Das kommt daher, weil das anamorphe Bild auf einem Grund Seitenverhältnis von 1.78:1 beruht, aber auf einem Bildschirm im Format 1.33:1 dargestellt wird. Da beide Bildformate aus 576 sichtbaren Bildzeilen bestehen und bei Vollbildern keine schwarzen Füllbalken enthalten, kann das Bild nicht ohne Anpassungen in dem jeweils anderen Bildformat dargestellt werden.
Wenn das anamorphe 1.78:1 Vollbild aber angepasst wird (rechtes Bild) dann erscheint es auch von der Perspektive her korrekt auf einem 4:3 Bildschirm. Hierbei gibt es nun zwei Möglichkeiten dieses durchzuführen. Entweder wird das anamorphe 1.78:1 Bild vor der Wiedergabe in ein 4:3 Letterbox Bild umgerechnet, bei dem jede 4 Bildzeile des anamorphen Bildes entfernt wird und oben und unten jeweils 72 schwarze Zeilen als Füllbalken eingefügt werden, oder das 4:3 TV Gerät besitzt eine 16:9 Umschaltung bei der das anamorphe Bild mit allen 576 Bildzeilen auf einem Raum dargestellt wird, indem normalerweise nur 432 Bildzeilen geschrieben werden.


4:3 TV mit 16:9 Umschaltung

  Wie schon mehrmals beschrieben gibt es zwei Möglichkeiten einen Bildauschnitt, der mindestens auf einem Seitenverhältnis Höhe zu Breite von 1.78:1 beruht, perspektivisch korrekt auf einem 4:3 TV Gerät darzustellen.
  • Entweder im 4:3 Letterbox Format, bei dem oben und unten jeweils mindestens 72 Bildzeilen in schwarz als Füllbalken aufgefügt werden, bei dem aber die Auflösung des Letterbox Bildes um 25% reduziert wird, sofern das ursprüngliche Bildmaterial anamorph war.
  • Oder mittels anamorphen Bildmateriales welches bereits auf dem 1.78:1 Basisformat beruht und das 4:3 TV Gerät zusätzlich eine 16:9 Umschaltung besitzt, mit dem die 576 anamorphen Bildzeilen so auf dem Bildschirm plaziert werden, dass das Bild von der Perspektive her korrekt dargestellt werden und weiterhin die maximale Auflösung des anamorphen Bildmaterials erhalten bleibt.

 
  • Darstellung ohne 16:9 Umschaltung im Letterbox Format
    Bildformate - 16:9 ohne Umschaltung Wie im nachfolgenden DVD Player Letterbox Ausgabe Abschnitt noch zu lesen sein wird, kann ein DVD Player auch ein im 16:9 anamorphen Format gespeichertes Bild, welches mit seinen 576 Bildzeilen immer auf einem Basis Seitenverhältnis von 1.78:1 beruht, von der Perspektive her so umrechnen, das dieses korrekt auf einem 4:3 TV Gerät mit einem 1.33:1 Format wieder sichtbar ist. Der Ablauf ist letztendlich ganz einfach, indem aus den 576 vorhandenen anamorphen Bildzeilen, jede 4 entfernt wird. Total werden somit 576/4 = 144 Zeilen entfernt. Das Bild hat zu diesem Zeitpunkt somit nur noch 432 der ursprünglich 576 Zeilen und entspricht damit nicht mehr dem PAL Standard. Damit es wieder mittig auf dem Bildschirm zu sehen ist, werden oben und unten jeweils 72 Bildzeilen (total 72*2 = 144 Zeilen) als schwarze Füllbalken eingefügt. Somit hat das Bild wieder 576 Zeilen und entspricht dem PAL Standard. Aus der ursprünglichen Auflösung von 576 Zeilen ist nun allerdings ein Bild mit 432 Zeilen Auflösung geworden (siehe oberes Bild) was einer Reduzierung von 25% entspricht. Die 144 Bildzeilen umfassenden schwarzen Füllbalken werden ja nur als Füllmüttel benutzt um ein Bild im PAL Standard zu erhalten und dürfen bei der Auflösung nicht berücksichtigt werden.

  • Darstellung mit 16:9 Umschaltung
    Bildformate - 16:9 mit Umschaltung Nun gibt es aber auch einige 4:3 TV Geräte, die eine 16:9 Umschaltung haben. Der Trick dabei ist nun, dass dem TV Gerät ein Bild mit den 576 anamorphen 16:9 (1.78:1) Bildzeilen mittles der DVD Player Widescreen Ausgabe zugespielt werden kann, es aber trotzdem auf dem 4:3 (1.33:1) Gerät korrekt dargestellt wird. Durch einen Umschaltimpuls per SCART Verbindung oder einer manuellen Umschaltung, entzerrt das TV Gerät das Bild. Dieses macht es eigentlich ganz einfach, indem es später anfängt das Bild auf die Bildröhre zu schreiben (siehe unteres Bild). Dazu werden die ersten 72 sonst schwarzen Füllzeilen (obere 16:9 Rand Markierung) auf der Röhre übersprungen. Allerdings müssen jetzt die nun folgenden 576 Bildzeilen des anamorphen 1.78:1 Bildes auf den Platz geschrieben werden, den vorher nur 432 Letterbox Bildzeilen eingenommen haben. Die Zeilen werden also etwas dichter auf die Bildröhrenmaske geschrieben. Nach dem eigentlichen Bild ist dann wieder Platz für 72 schwarze Füllzeilen (untere 16:9 Rand Markierung) die aber auch nicht geschrieben werden, weil sie im Signal nicht enthalten sind.
    Da im Widescreen Modus ja alle auf der DVD enthaltenen Bildzeilen im Gegensatz zum Letterboxed Modus angeliefert werden, hat man einen Auflösungsgewinn von 432 Letterbox auf 576 Widescreen Bildzeilen was einen Ausflösungsgewinn von 33% ausmacht. Wieviel letztendlich aber davon durch die Bauart und Maskenform der Röhre(Punkt oder Schlitzmaske) sichtbar werden, muss jeder selber entscheiden.


Hinweis: Einige 4:3 TV Geräte zeigen bei der 16:9 Umschaltung eine weisse Linie an der oberen 16:9 Markierung (nach den oberen 72 schwarzen Füllzeilen). Dieses ist eine Röhren Kalibrierungslinie, die im normalen 4:3 Modus im nicht sichtbaren Bereich liegt. Dadurch dass der Startpunkt zum Schreiben des Bildes auf der Röhre nun später erfolgt, rutscht diese Kalibrierungslinie in den sichtbaren Bildbereich. Einige Hersteller schalten die Linie bei der 16:9 Darstellung ab, andere leider nicht. So hat man dann mitten im Bild einen schönen weissen Strich, der den positiven Bildeindruck extrem trübt. Leider lässt sich diese Kablibrierungslinie manuell nicht deaktivieren.

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