Startseite
Datenschutz
Impressum
DVD-Grundlagen

Entstehung der DVD
Zukunft der DVD
DVD-Player
DVD-Rekorder
DVD-Typen
DVD-Video-Disk
Glossar
Sonstiges
DVD-Video

Analog Video
Digital Video
Bildformate
Bildstandards
Bildperspektiven
Bild- und Farbsysteme
3D-Techniken
Fernsehgerate
Bildanschluß
DVD-Audio

Analog Audio
Tonstandards
Tonsysteme
Tonformate
Tonanschluß
DVD-Verbindungen

Stecker & Buchsen
Kabel & Adapter
DVD & Computer

Hardware
Software
Regionalcode
DVD-Authoring
Die Entstehung der DVD

  Die DVD (Digital Versatile Disc) entstand aus dem Begriff Digital Video Disc, welches das ursprüngliche Entwicklungsziel war. Es wurde aber schnell die Möglichkeit erkannt, dass die DVD nicht nur für Video-Bilddaten, sondern auch für Audio-Tondaten sehr interessant ist. So wurde 1996/1997 zuerst die DVD-Video eingeführt und konnte sehr schnell eine breite Basis und Marktdurchdringung erreichen. Momentan steht die DVD-Audio vor der Markteinführung und sie dürfte wohl langfristig die Nachfolge der guten alten CD antreten.

  Die großen Filmstudios (insbesondere in den USA) hatten die Forderung formuliert, einen hochauflösenden Bild/Datenträger zu schaffen, auf dem möglichst 133 Minuten Bewegtbild mit mehrkanaligem Ton in digitalem Format untergebracht werden konnte, ohne das Medium zu drehen oder zu wechseln. Das Bild sollte eine bestmögliche Qualität haben.

Auf der Internationalen Funkausstellung 1995 in Berlin wurden dann zwei konkurrierende Formate vorgestellt, die diese Bedingungen erfüllten:
  • Die SD-CD (Super-Density-CD) der Gruppe Time-Warner und Toshiba, die auch bereits die Layer-Technologie nutzen sollte. Erste Muster waren auch bereits verfügbar.

  • Die MM-CD (MultiMedia-CD) der Gruppe Philips und Sony, die nach den Presseerklärungen auch mit einer Layertechnologie arbeiten sollte. Funktionsfähige Muster waren allerdings nicht verfügbar. Es konnte lediglich bei Präsentationen die Technologie mit "simulierten" Discs gezeigt werden.
Da nun ein Systemkrieg (welcher Standard setzt sich durch) bevorstand, konnte ausschließlich die klare Aussage der Computerindustrie und der Filmindustrie, nur einen Standard zu akzeptieren, der Ansatz zur Konfliktlösung sein.

Bereits wenige Tage nach der IFA wurde mit Datum vom 05.09.1995 in Tokio eine Presseerklärung veröffentlicht, in der beide Gruppen einen einheitlichen Standard ankündigten, die sogenannte DVD. Es wurde bekannt, daß auch über die Namensfindung lange gestritten wurde, weil jede Gruppe natürlich gerne ihren eigenen Namen zum Standard erklärt hätte. Da keine der beiden Seiten nachgeben wollte, hatte man sich dann auf einen neutralen Namen (DVD) geeinigt. Offiziell wurde verkündet, beide Gruppen hätten jeweils zur Hälfte das technische Know-how in diesen Standard eingebracht. Fakt ist allerdings, dass zu diesem Zeitpunkt die Firma Toshiba über etwa 83% der Patente verfügte.

Der Name DVD sollte inhaltlich nicht erklärt werden, sondern immer über den Einsatz beschrieben werden. Also an der Unterscheidung DVD-Video und DVD-Audio sollte bereits erkennbar sein, wo die Unterschiede liegen. Inhaltlich wurde der Begriff DVD zunächst als Digital Video Disc bezeichnet, weil ja das Medium vorrangig für Filme (Video) vorgesehen war. Da allerdings auch die Datenkapazität der DVD ein interessanter Aspekt für die Computer-Industrie darstellte, wurde dann die DVD als Digital Variable Disc bezeichnet. Da dieser Begriff allerdings kaum zu vermitteln war, einigte man sich auf Digital Versatile Disc (die digitale vielseitige Disc)

Ein neuer Standard war geboren. Allerdings dauerte es dann noch bis zum Februar 1997, bis dann mit dem Panasonic DVD-A100 der erste DVD-Player verfügbar war. Die erste für Deutschland produzierte DVD war dann 12 Monkeys, die von Concorde mit Panasonic und dem Magazin Video veröffentlicht wurde.

Weitere Verzögerungen gab es, weil für Europa mit der PAL DVD, dass MPEG Tonformat als Standard vorgesehen war. Leider schaffe man es aber nicht eine funktionierende MPEG-2 Audio Mehrkanalton Variante zu entwickeln, zumal es auch keine passenden Decoder dafür in den Haushalten gab. Es wurden seit geraumer Zeit in Europa nur Geräte mit Dolby Digital Decodern verkauft, die somit kein MPEG-2 Audio Mehrkanalton Format wiedergeben konnten. In den Ländern mit NTSC DVDs war das Dolby Digital Tonformat als Standard zugelassen und der Markt in den USA entwickelte sich bereits rasant. Die Filmfirmen wollten endlich auch in Europa durchstarten und setzten eine denkwürdige Entscheidung durch, die am 5 Dezember 1997 im Hotel Continental in Tokio vom DVD-Forum getroffen wurde. An diesem Tag wurde das Dolby Digital Tonformat auch in den Status eines Standardformates für PAL DVDs gehoben und war somit gleichberechtigt zu MPEG und PCM. Bereits kurze Zeit später kamen viele DVDs von Warner im feinsten Dolby Digital Mehrkanalton in Europa auf den Markt und der Siegeszug der DVD begann auch hier.
Vom MPEG-2 Audio Mehrkanalton spricht heute niemand mehr, obwohl dieses Format noch immer als gültiger Standard für PAL DVDs vorgesehen ist. Auch im digitalen Fernsehen (DVB Digital Video Broadcasting) konnte MPEG als Mehrkanaltonsystem keinen Fuß fassen. Auch hier dominiert bereits Dolby Digital das Geschehen und die für die DVD Wiedergabe angeschaften Dolby Digital Decoder in den Verstärkern können so auch hier das Klanggeschehen im vollem Umfang wiedergeben.